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"Ich bin der größte Glückspilz, den ich kenne" (Bild / 15.03.2009)
Der "24"-Star über die Rolle seines Lebens, Geld, seinen neuen Film.
Mr. Sutherland, es ist sicherlich ein Segen, in einer Serie wie "24" zu spielen, aber auch ein Fluch? Viele kennen Sie nur als Jack Bauer.Es ist kein Fluch! Aus professioneller Hinsicht hat mir die Rolle des Jack Bauer die Möglichkeit gegeben, jetzt in Filmen zu spielen, für die ich früher nie Angebote bekommen hätte. Der Charakter hat sich immer weiterentwickelt, dadurch haben wir haben ganze sieben Staffeln drehen können. '24' ist einer der größten Glücksgriffe meines Lebens!Die Serie füllte auch Ihre Haushaltskasse auf. Sind Sie mit Geld glücklicher als ohne?Geld zu haben ist natürlich besser als keins zu haben. Es gab Zeiten, da war ich arm. Das Geld war aber nie der Grund, warum ich die Rolle angenommen habe. Geld war noch nie die treibende Kraft hinter meinen Entscheidungen. Es gab Zeiten, da musste ich Jobs annehmen, nur um Geld zu verdienen. Doch immer, wenn ich dem Geld hinterher gerannt bin, kamen die schlimmsten Filme dabei heraus und ging es mir am schlechtesten. Ich bin echt der größte Glückspilz, den ich kenne, werde mich also nicht über das Geld, das ich verdient habe, beschweren. Ich konzentriere mich aber auch nicht darauf, wie viel ich jetzt habe. Die Tatsache, dass mir andere Sachen wichtiger sind, macht mich noch glücklicher.Wie schaffen Sie es, dem Hollywood-Alltag zu entfliehen?Wenn man sich aussuchen muss, wann man sich normal verhält und wann man sich verstellen muss, hat man große Probleme. Ich habe mir mein Leben ausgesucht. Ich liebe es, als Schauspieler zu arbeiten. Menschen auf aller Welt haben mich mein ganzes Leben lang sehr cool behandelt. Klar, möchte ich mal weg von allem und einen Urlaub machen. Doch ich liebe meine Arbeit wirklich.In "24" retten Sie mehrfach die Welt vor großem Unheil. In ihrem neuen Film sind es Monster, die das tun...Was ich an diesem Film so toll fand, ist, dass die Message an junge Leute sehr eindeutig ist: Es ist in Ordnung, anders zu sein.Es geht auch darum, tolerant zu sein, Vorurteile abzubauen. Ziemlich harter Tobak für einen Kinderfilm.Wenn man einen Film für junge Menschen macht, trägt man eine große Verantwortung. Einen Film zu machen, der ein Ideal verkörpert, ist toll. Man darf sich kein Urteil über andere bilden, nur weil sie anders aussehen. In dem Film haben wir eine Riesin, Fantasie-Figuren, die die Welt retten. Übertragen heißt das nichts anderes, als dass man tolerant sein muss. Ich habe noch nie einen Einjährigen getroffen, der Rassist war, aber genug 40-Jährige, die es sind. Wenn wir es hinbekommen würden, dass eine ganze Generation das einsieht, wäre die Welt um einiges schöner. |